Im Rahmen einer Projektförderung von Zukunft der Jugend ad hoc ist es uns dieses Jahr möglich, mehrere Testläufe mit unterschiedlichen Routen durch die Innenstadt auszuprobieren, auf denen wir in einfacher Sprache Jugendlichen aus Sprachkursen Wissen vermitteln und sie bei der Vermittlung von Wissen und Eindrücken während der Tour mitgestalten lassen.

Die dritte Tour ging dieses Mal von Stadtmitte zum Marienplatz. An der Tour waren 10 Jugendliche zwischen 16-17 Jahren beteiligt.

Wir starteten am Tagblattturm, wo unser Guide Hazal die Gruppe hat schätzen lassen, wie hoch der Turm wohl sei. Es ist der älteste Turm von Stuttgart und über 80 Meter hoch. Dann ging es über die Tübinger Straße weiter. Hazal gab viele Tipps, wo man beispielsweise gut Essen, ins Kino oder Haare schneiden lassen kann. Die Jugendlichen haben auch selbst davon erzählt, an welchen Orten sie schon waren. Danach ging es zum Gerber, dem Einkaufszentrum, in dem viele schon waren, aber nicht wussten, dass sich hier über 80 Geschäfte drin befinden.

Als nächstes wurde auf die Urban Sports Area unter der Paulinenbrücke aufmerksam gemacht – das wechselnde Sportangebot ist für Jugendliche kostenlos. Die nächste Station war die Kirche St. Maria. Dort sind wir reingegangen: Es ist die erste katholische Kirche, die nach der Reformation in Stuttgart errichtet wurde. Ein netter Mann machte uns auf das Foodsharing Angebot von Harrys Bude aufmerksam, wo es umsonst nicht verkauftes Essen gibt. Einige Jugendliche wollen auf das Angebot zurückkommen und waren sehr gerührt.

Im Anschluss ging es an der Dinkelacker Brauerei – der größten in Stuttgart – vorbei in Richtung Karlshöhe. Dort machten wir am Lapidarium Halt, dass Skulpturen aus römischer Zeit zeigt. Der letzte Ort war schließlich der Marienplatz mit der ikonischen „Zacke“, eigentlich Zahnradbahn. Hier aßen wir zum Abschluss der Tour noch ein Eis.

Den Jugendlichen hat die Tour sehr gefallen: Sie haben viele Orte und Dinge kennengelernt und können sich nun besser im Stadtraum orientieren und wissen auch, wo es noch öffentliche Plätze zu nutzen gibt.

Die partizipativen Stadttouren werden gefördert aus Mitteln des Fonds „Zukunft der Jugend“ der Stadt Stuttgart.