Fortbildungsseminar für Lehrkräfte sowie Mitarbeiter der freien Jugendarbeit

Mittwoch, 02. April 2014

Die eintägige Fortbildung »Geschichtscomic ‚Die Suche‘« zeigt Möglichkeiten der Arbeit mit dem Medium Comic in der historisch-politischen Bildungsarbeit bzw. im Unterricht.
Im Mittelpunkt steht der Comic »Die Suche«, ein pädagogischer Comic über den Holocaust. Eine fiktionale Familiengeschichte transportiert auf rund 60 Comicseiten Fakten und historische Zusammenhänge, sie bietet aber vor allem einen Blick auf Menschen in Entscheidungssituationen.
Die Geschichte beginnt in der Gegenwart. Die Leserinnen und Leser erfahren aus der Perspektive der Enkel vom Schicksal einer fiktiven jüdischen Familie, die in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurde. Dabei werden historische Fakten und Hintergründe des Holocaust erläutert. Der Comic zeigt, was der Holocaust für Menschen in verschiedenen Rollen und Positionen (Opfer, Täter, Helfer und passiver Zuschauer) bedeutete, in welchem Dilemma sie sich oft befanden und welche Handlungsalternativen sie hatten.

Dieser didaktische Schwerpunkt wird durch begleitende Unterrichtsmaterialien vertieft, die in einem pädagogischen Begleitheft zum Comic zusammengefasst sind. Schwerpunkte der Fortbildung sind das Comic als Medium, die Frage nach Fiktionalität und historischer Wirklichkeit, die Rollen von Opfern, Helfern, Zuschauern und Tätern, Holocaust im Comic und Formen der Erinnerung heute.

Zu diesen Themen werden verschiedene Methoden vorgestellt, ausprobiert und ausgewertet, z.B. zum Umgang mit dem Medium Comic an sich, zum Vergleich von Comic-Darstellungen und historischen Fotos oder kreative Schreibmethoden. Die Auswahl der Methoden erfolgt anhand der Bedürfnisse und dem Kenntnisstand der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Alle Methoden, die vorgestellt werden, eigenen sich sowohl für die Arbeit in der schulischen, als auch in der außerschulischen Bildungsarbeit und für unterschiedliche Unterrichtsfächer, Klassenstufen und Schultypen.