Führungen und Workshops

Wir bieten durch Führungen und Workshops spannende Möglichkeiten zur historisch-politischen Bildung über die Geschichte des 20. Jahrhunderts für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Führung

Führung zu den Deportationen aus Stuttgart

Führung

Koloniale Spurensuche in Stuttgart

Workshop

Propaganda und Ausgrenzung im Nationalsozialismus - der Stuttgarter "Judenladen"

Actionbound

Stuttgart Tour in einfacher Sprache

Stadtrundgang

Rundgang zum Thema Gastarbeiter

Ausschreibungen für Projekttage April & Juli 2026

1. Projekttag: Der Fall Shmuel Dancyger: Die Stuttgarter DP Camps und die Tötung eines Holocaust-Überlebenden

Projektzeitraum: 06.04. – 03.05.2026 (Anfragen Dienstag-Freitag möglich)                Dauer: ca. 2–3 Stunden                                                                                                    Startpunkt: Württembergischer Kunstverein Stuttgart (WKV)                                              Kosten: Der Projekttag ist kostenlos und wird gefördert von der BadenWürttemberg Stiftung

Im Zentrum steht die Razzia und Tötung des ehem. jüdischen Zwangsarbeiters Shmuel Dancyger sowie zur Geschichte der sogenannten Displaced Persons (DPs) in Stuttgart – ein oft wenig bekannter und zugleich bedeutender Teil unserer Nachkriegsgeschichte.

Das Programm verbindet Ausstellung, Täter- und Gedenkort: Nach einer Einführung und Begehung einer multimedialen Ausstellung im Württembergischen Kunstverein besucht die Gruppe das Hotel Silber als Ort der ehemaligen Kriminalpolizei, die die Razzia plante, und schließlich die 2025 eingeweihte Gedenkstätte Shmuel Dancygers am Ort der Razzia in der Reinsburgstraße. Die Wege sind vorbereitet, alle Stationen werden durchgehend begleitet und pädagogisch vermittelt.

So entsteht ein Zugang zu Themen wie:

– Displaced Persons (explizit Shmuel Dancyger) und ihr Leben in Stuttgart                              – Geschichte der Stuttgarter Kriminalpolizei                                                                                    – Antisemitismus in der Nachkriegszeit und heute                                                                        – Erinnerungskultur und lokale Geschichte

Zielgruppe: Gruppen und Schulklassen ab der 10. Klasse (ergänzend zum Geschichts- oder Ethikunterricht).

Anmeldung: Per E-Mail an lernort-geschichte@stjg.de unter Angabe der Gruppengröße und Klassenstufe. Wir bitten um eine Rückmeldung bis zum 20. März 2026.

Übrigens: Die Vernissage findet am 27. März, 18:30 Uhr und der Gedenktag am 29. März, 14 Uhr mit einer Rede der Landtagspräsidentin Muhterem Aras im WKV statt.

2. Projekttag: Tatort Nordbahnhof und „Hotel Silber“: Auf Spurensuche von NS-Terror und rechtsextremer Gewalt

Projektzeitraum: 15.07. – 28.07.2026 (Anfragen bevorzugt mittwochs und donnerstags, montags ist das „Hotel Silber“ geschlossen)                                                                        Dauer: 4 Stunden                                                                                                              Startpunkt: Erinnerungsort Hotel Silber                                                                            Kosten: Die Veranstaltung ist kostenlos, Verpflegung wird von den Organisator:innen übernommen. 

Auch in Stuttgart finden sich Spuren rechtsextremer und rassistischer Gewalt. Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt, wie sich Ausgrenzung, Stigmatisierung, Verfolgung und Gewalt gegenüber Sinti und Roma, Jüdinnen und Juden sowie migrantischen Menschen fortgesetzt haben – von der Weimarer Republik, über den NS-Terror bis zum NSU und in die heutige Zeit. Im Projekttag werden Fragen nach Leerstellen im Gedenken, der Aufarbeitung und dem Umgang mit antisemitischer, antiziganistischer und rassistischer Gewalt zur Diskussion gestellt.

Stationen

1. Workshop im Erinnerungsort “Hotel Silber” (Ehemaliges Gebäude der Gestapo und Kriminalpolizei) In der Dauer- und Sonderausstellung „Rechter Terror“ setzen sich die Teilnehmenden am historischen Ort in Gruppen selbstständig mit Beispielen von Verfolgung in der NS-Zeit und rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Dabei untersuchen sie die Motive und Ziele der Täter:innen, die Rolle der Polizei sowie die Folgen für die Betroffenen und Opfer.

2. Spurensuche um den Nordbahnhof Wir entdecken gemeinsam den Inneren Nordbahnhof, von wo aus Juden und Sinti deportiert wurden, den jüdischen Teil des Pragfriedhofs und drei Anschlagsziele vom NSU in der Nordbahnhofstraße. Die Spurensuche fokussiert auf folgende Fragen: Wie erinnern wir heute an diese Orte? Und wie gehen wir aktuell mit rechtsextremer und rassistischer Gewalt um?

Der Projekttag wird in Kooperation zwischen dem Erinnerungsort “Hotel Silber” (Haus der Geschichte Baden-Württemberg), dem Lernort RomnoKher (Verband Deutscher Sinti & Roma. Landesverband Baden-Württemberg) und Lernort Geschichte (Stuttgarter Jugendhaus gGmbH) durchgeführt.

Zielgruppe: Das Angebot richtet sich an alle Schularten ab Klasse 9 und kann eine Ergänzung für den Geschichts-, Politik- und Ethikunterricht sein.

Anmeldung: Per E-Mail an lernort-geschichte@stjg.de unter Angabe der Gruppengröße und Klassenstufe. Wir bitten um eine Rückmeldung bis 15. Mai 2026.