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SUMMARY:Filmvorführung: "Sechs Millionen. Und Einer" von Tina Fuchs
DESCRIPTION:Fast 80 Jahre ist es her\, da wurde sein Großvater Shmuel Dancyger\, Überlebender von Auschwitz\, in Stuttgart erschossen. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Howard\, sein Enkel aus Kanada\, beginnt die Suche nach dem Täter und wird dabei von der jungen Historikerin Josefine Geib unterstützt. Sie ist genau da aufgewachsen\, wo Samuel Danziger durch einen Kopfschuss das Leben genommen worden war. Howard und Josefine stoßen bei ihren Recherchen auf den ungebrochenen Antisemitismus der Nachkriegszeit. Sie stellen fest\, dass der erste erschossene Jude nach dem Zweiten Weltkrieg verschwiegen werden sollte. Denn der Name des Täters steht in den Akten – unentdeckt bis heute. Der bisher nie auf Deutsch gezeigte Film über die Suche nach dem Todesschützen von Shmuel Dancyger. \nDer Film wird im Rahmen der Ausstellung „Der Fall des Shmuel Dancygers“ erzählt\, die von der Filmemacherin und Bernhard Kinzler kuratiert wurde. Die Ausstellung wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung und der Bürgerstiftung Stuttgart.
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SUMMARY:Öffentliche Führung durch die Ausstellung: Der Fall des Shmuel Dancyger
DESCRIPTION:Shmuel Dancyger hat das Ghetto in Radom\, hat Auschwitz und den Todesmarsch nach Mauthausen überlebt. Befreit\, in einem Sanatorium in Paris erfährt er\, dass es in Stuttgart ein Displaced Persons Zentrum gibt\, mit vielen Überlebenden aus seiner Heimatstadt Radom. Er macht sich auf den Weg und das Wunder geschieht. In der Reinsburgstraße 197 B kann er seine Frau Regina\, die Tochter Yaffa und den Sohn Marek in die Arme schließen. Auch sie haben Auschwitz überlebt. \nWenig später\, am 29. März 1946\, führt die Stuttgarter Polizei eine Razzia wegen Schwarzmarktgeschäften in dem DP-Zentrum durch. Der Einsatz eskaliert\, Shmuel Dancyger wird durch einen Kopfschuss aus einer Polizeipistole ums Leben gebracht. Die Fotoausstellung geht den Motiven nach und führt auf die Spur des mutmaßlichen Todesschützen. \nDie Führungen geben einen vertiefenden Einblick in die Fotoausstellung. Von dort gehen sie zur Polizeistation\, von der aus die Razzia damals gestartet ist\, dem heutigen „Hotel Silber“. Der Abschluss ist ein Gang durch das damalige jüdische DP-Camp in der Reinsburgstraße. \nDie Ausstellung: \nFotos vom 29. März 1946 aus der Stuttgarter Reinsburgstraße befinden sich in Archiven in Israel\, Amerika und Deutschland und werden hier erstmals gezeigt. Der Fall des erschossenen Auschwitz-Überlebenden Shmuel Dancyger in Stuttgart machte damals weltweit Schlagzeilen. Überraschend viele Fotos dokumentieren aber auch den Alltag der Überlebenden\, die im Stuttgarter Westen zwischen 1945 und 1949 eine Art jüdisches Shtetl wiederaufleben ließen. Die Fotoausstellung im Württembergischen Kunstverein zeigt drei Phasen der jüdischen Displaced Persons dieser Zeit: Ankunft und Alltag der KZler\, wie sie sich selbst nannten\, die tödliche Razzia\, sowie die darauffolgenden Proteste\, und\, nach Jahren des unerträglichen Wartens\, schließlich die Ausreise. Denn die jüdischen Überlebenden saßen hier fest\, ausgerechnet im Land der Täter. Ihr zu Hause war ihnen genommen\, Länder wie Amerika oder Kanada hatten strikte Einwanderungsquoten und der Staat Israel existierte noch nicht. \nAnmeldung: Wir bitten um Anmeldung\, spontan vorbei kommen ist aber auch okay. Die Ausstellung wird gefördert von der Baden Württemberg Stiftung und der Bürgerstiftung Stuttgart.
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